Die Welt entdecken – Indochina

Drei Tagen nach meiner Ankunft in Singapur ging es an Bord der MS Volemdam, einem klassischen Kreuzfahrer, der seine besten Jahre schon hinter sich hatte. Vier Wochen auf Hoher See, super war es!

Drei Tagen nach meiner Ankunft in Singapur ging es an Bord der MS Volemdam, einem klassischen Kreuzfahrer, der seine besten Jahre schon hinter sich hatte.

Während der ersten vierzehn Tage war das Schiff übersichtlich mit 1.200 Kreuzfahrern belegt, auf acht Decks verteilt, die mit vielseitigen Bordaktivitäten und guter Küche bei Laune gehalten wurden. Gut das die Kreuzfahrt in den Tropen stattfand. Meine rauchenden Mitreisenden und ich fanden sich auf dem Pool Deck am Heck in der „Raucher-Lounge“ wieder, immerhin mit reservierten Sitzgruppen. So fand ich neben meiner abendlicher Dinner-Runde, reichlich Gesprächspartner aus aller Welt. Auf diesem Abschnitt kamen diese vor allem aus Australien, Kanada, den Niederlanden, oder waren Briten, sowie Skandinavier, Deutsche, Österreicher und natürlich US Amerikaner.

Ich hatte viel Spaß an Spielen, Meinungsaustausch und beim zuhören der Familien Geschichten aus aller Welt. Mit Beginn des zweiten Abschnitts wechselte leider nicht nur die Zusammensetzung der Mitreisenden, sondern auch der Kapitän ging von Bord und

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nahm offenbar das Rezeptbuch für die Küche mit.

Mit dem neuen Kapitän kamen überwiegend US Bürgern, Veteranentreffen für den 40.Jahrestag des Abzugs aus Vietnam und damit blieb die Quantität der Speisen und die Qualität auf der Strecke, schade! Auch mit den Gesprächen wurde es schwieriger. Leider werden Vorurteile, auch meine, mitunter bestätigt. Ich habe selten so viele Menschengetroffen, die so wenig über die Welt außerhalb ihrer vier Wände wussten. Ich hoffe die waren nicht repräsentativ.

Von Singapur ging es nach Malaysia, Phenang erwartete mich. Eine Tagestour über die Halbinsel führte mich durch Städte, deren Hochhäuser imposant und durch ländliche Gebiete, deren kleine Häuser im krassen Gegensatz dazu standen. Reich geschmückte Pagoden, historische Pfahlbauten und koloniale Gebäude wechselten sich auf unserem Weg ab. Auch Ferienresorts und schöne Strände habe ich gesehen –Malaysia ist auch ein klasse Reiseziel.

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Als Nächstes erreichten wir Phuket.

Nach der Besichtigungstour auf Phenang und vor den Touren in Myanmar stand eine Fahrt mit dem Speed Boat durch die Inselwelt an. The Beach, Phi Phi Island und noch zwei andere Strände boten alles was man sich für Entspannung und Spaß wünschen konnte – ein super Tag!!

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Nach einem schönen See Tag erreichten wir Myanmar. Der Kontrast konnte nicht größer sein. Flaches Land begrüßte uns mit Staub und Hitze. Ein Land im Umbruch wartete auf uns. Selten habe ich deutlicher die Kluft zwischen Reichtum und Armut vorgefunden als hier. Dem Wunsch nach gutem Karma verdankt dieses Land prächtige Pagoden, reiche Buddhistische Klöster und goldene Stupas, die

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überall im Land Zeugnis ablegen, wie Machthaber bis in die jüngste Vergangenheit ihre schlechten Taten bereinigen wollten. Die Menschen in diesem armen Land begegneten uns freundlich und offen und solange die meisten nichts oder wenig haben, wird der glückliche Eindruck den sie machen, sich halten lassen. Die Öffnung nach außen wird Geld und Knowhow ins Land bringen und es bleibt zu hoffen, dass dies den Menschen auch zu Gute kommen wird. Bago ist eine Stadt im Umbau mit Baustellen allerorten.

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Yangon eine Hauptstadt mit kolonialem Erbe und ersten Zeichen des Auf- und Ausbaus einer modernen Stadt. Man sollte die Entwicklung im Auge behalten. Beim Gang durch die Markthallen Yangons sah man Waren aller Art. Der Goldmarkt war beeindruckend und erstaunlich – wer soll das alles kaufen, die arme Bevölkerung wohl kaum. Ich werde feiger – ist das alles echt, woher sind die Edelsteine- ich habe keinen Schmuck gekauft, Schade eigentlich.

Zwei folgende Tage auf See boten Zeit und Muße, die Eindrücke zu verarbeiten. Bei den Gesprächen in der Raucher-Lounge schwankten die Meinungen zwischen beeindruckt durch das kulturelle Welterbe und Abscheu vor „Dreck, Hitze und stressende Straßenhändler“. Sicher steckte in Allem etwas Wahres, doch für mich stand fest, man soll dem Land Zeit zur Entwicklung geben. Die hochgelobten Werte der demokratischen Welt brauchten 400 Jahre und sind immer noch nicht perfekt. Was dieses Land sicher nicht braucht sind politisch motivierte Missionare, dem Bakschisch verpflichtete Investoren und Westler, die nur an der Nutzung der Bodenschätze und billigen Arbeitskräfte interessiert sind.

Am nächsten Tag waren wir wieder zurück in einem der sogenannten Tigerstaaten – Malaysia hatte uns wieder. Ziel war Langkawi an der Nordküste – ein schönes Feriengebiet. Eine Rundfahrt durch die Region stand auf dem Programm. Die Raucherclique machte sich fertig für Langkawi. Es ging über Land zum Freiheitsdenkmal, dem Seeadler, weiter in das Museumsdorf, wo die alten Legenden lebendig wurden und auf eine Gummibaumplantage, wo wir die Ernte von Gummi kennen lernten. Mein nächster Ausflug nach Kuala Lumpur fiel leider der Migräne zum Opfer, sehr Schade, hatte ich doch ein Ticket für die Twin Towers.

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Mein nächstes Ziel war Singapur und ich wollte das nachholen, was ich bei meinem ersten Besuch nicht geschafft hatte. Eine abendliche Fahrt auf dem Singapur River stand ebenso auf dem Programm, wie ein Besuch in Chinatown. Dieser fand dann unter nassen Bedingungen statt. Der Himmel bewies, dass die abergläubischen Chinesen richtig lagen. Am Tag meines Ausflugs fand die Beerdigung des Vaters des modernen Singapur Lee Kuan Yew statt und die Chinesen sagen: wenn ein großer Mensch stirbt, weint der Himmel. Er weinte Rotz und Wasser!! Doch schön war es doch.

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Nach 3 Tagen Singapur ging es weiter nach Thailand – Bangkok sollte entdeckt werden. Um es gleich zu sagen, diese Stadt ist ganz nett, doch konnte mit dem was danach noch kommen sollte, nicht mithalten. Eigentlich hatte ich mich auf die Fahrt vom Hafen  durch das Land gefreut.

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Doch die folgenden zwei ein halb Stunden verbrachte ich mit der Aussicht auf thailändische Straßenbau-arbeiten, echt interessant…. Die Tagestour durch Bangkok führte mich durch den chaotischen Verkehr zur großen Pagode und auf den Blumenmarkt und dann zur Fahrt auf dem Bangkok River, das war wirklich schön. Der zweite Tag führte mich auf den hundert Jahre alten Markt in Bangkoks Nähe, dieser Besuch versöhnte mich mit dem Vortag. Herrliche Anlage mit sehr außergewöhnlichem

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Angebot – echt sehenswert. Die Pagode des Tages war eine schöne Anlage und ihr verdankte ich auch mein Motiv für die anstehenden Ostergrüße. Am Tag drei der Thailand-Episode wurde Koh Samui angesteuert, hier wollte ich einen Ausflug zum Hin Lad Wasserfall machen. Als erstes führte uns der Weg auf den Markt, sehr interessant. Bei einsetzendem Nieselregen erreichten wir den Wasserfall, oder besser gesagt den Regenwald durch den es zum Wasserfall gehen sollte. Er selbst war von unten nicht zu sehen, nur eine Rohrleitung zum Auffangbecken. Mir schwante schon, dass es eine blöde Idee war durch den Wald bergauf zu klettern und so war es auch. Über einen Fußweg mit bis zu 50 cm hohen Stufen, Felsen und Wurzelwerk erklomm ich zwanzig Minuten den Berg, bis ich nicht mehr konnte. Meine Frage, wann der Wasserfall denn komme, hieß es noch mal solange, aber viel Wasser wäre da nicht mehr. Klasse dachte ich mir und ließ die Karawane an mir vorbei ziehen, um wieder nach unten zu stolpern. Unten völlig aufgelöst angekommen, wusste ich was es mit dem Wasserfall auf sich hatte – ich war der Wasserfall – gut eine Stunde floss aus allen Poren ein stetiger Wasserstrom, naja gut für die Haut. So geschwitzt habe ich noch nie! Als die anderen

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Ausflugteilnehmer wieder unten waren, beklagten sie, dass das Rinnsal ein Witz war und auch die angekündigten Affen nicht da waren. Wen wundert das, Affen sind halt doch nicht so doof, wie westliche Touristen.

Das Schiff setzte seine Fahrt in Richtung Kambodscha fort. Wir erreichten am nächsten Morgen Sihanukville und ich beschloss nach dem Reinfall vom Vortag, die gebuchte Rundfahrt in den Wind zu schlagen und stattdessen einen Rita-Ausflug zu unternehmen. Mit dem Shuffle Bus ging es in die Stadt und wie nicht anders zu erwarten, standen dort bereits Tuk Tuk Fahrer, die auf die Kundschaft warteten.

Bereits im Bus war mir klar, dass einer sich Rita zum Rumkutschieren ausgesucht hatte. Ich machte ihm klar, dass ich eine Stunde für den Besuch des Marktes meine Ruhe haben wollte und wir danach über eine Fahrt verhandeln konnten. Ein braver Mann, der mir im Sicherheitsabstand folgte und alle sonstigen Bewerber von mir abwimmelte. Guter Wachmann – so machte ich eine

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Rundfahrt mit ihm aus, bei der vier Stunden für baden und relaxen frei bleiben sollte. Er kurvte mich durch Sihanukville und zu einem wunderschönem Beach Resort. Ein wirklich schöner Ferientag, der Lust auf Kambodscha als Reiseziel machte.

Ein ruhiger See Tag stimmt mich auf Vietnam ein. Vier Häfen und vier Städte erwarteten mich und sollten zum Höhepunkt der Reise werden. Vietnam, ein Land das sich auf den 40.Jahrestag des Kriegsendes vorbereitete und in den letzten Jahren eine Art sozialistischen Kapitalismus entwickelt hat. Privateigentum ist möglich, private Unternehmen wurden gegründet und ausländische Investoren kamen ins Land. Das merkte man vor allem am Warenangebot, der Massen an Motoradfahrern und neuen ausländischen Autos, die über die Straßen der Städte fahren. Hochhäuser neben kolonialen Gebäuden und alten Wohnhäusern bilden die Städte. Auf dem Land findet man noch die alten bäuerlichen Strukturen.

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Erstes Ziel war Hu Chi Min City, auch heute wieder Saigon genannt. Der Präsidentenpalast des unabhängigen Südvietnams stand auf dem Programm, wie das koloniale Zentrum und eine Stadtrundfahrt.

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Der nächste Stopp war Nha Trang mit seiner neun Kilometer langen Strandpromenade, der Pagode, dem Markt, dem alten Kmer Turm und der schönen Altstadt, die ich bei einer Rikscha Fahrt erkunden konnte. Diese Stadt mit dem auf der gegenüberliegenden Insel befindlichen Vergnügungspark, soll das touristische Zentrum im Süden werden und das scheint zu funktionieren.

Ein weiterer See Tag trennte mich von dem nächsten Ziel: Da Nang, einer modernen Großstadt die ich auf meinem Weg nach Hue, der alten Kaiserstadt Vietnams durchquert habe. Hue, im Krieg weitgehend zerstört und heute rekonstruiert und restauriert ist wunderschön. Die verbotene Stadt mit ihrer massiven zehn Kilometer langen Mauer, den wiederaufgebauten Gebäuden des Palastes, aber auch der Sommerpalast in den Bergen standen auf dem Programm der Tagestour, die ich mitmachte.

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Der Weg führte uns durch eine alte Kulturlandschaft, die sich langsam von den Folgen des Krieges und vor allem der Altlasten der eingesetzten Entlaubungsmittel, Bombenabwürfe und Minenfelder erholt. Hier in der Mitte Vietnams wüteten die Kämpfe besonders stark. Trotz all der schlechten Erfahrungen sind die Einwohner freundlich und aufgeschlossen den Besuchern gegenüber und haben uns herzlich willkommen geheißen. Neben Landwirtschaft und Fischerei verdient sich die Landbevölkerung auch mit der Perlenzucht Geld fürs Leben.

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Mein letzter Stopp in Vietnam war die Halong Bucht – die Drachenbucht, nach der Legende sandte der Jade König die Drachenmutter und ihre Kinder zur Verteidigung der Vietnamesen gegen ihre übermächtigen Gegner aus dem Norden auf die Erde. Mit Feuer verbrannten die Drachen die Angreifer und mit riesigen Smaragden versperrten sie den Seeweg für die feindliche Flotte und so siegten die kleinen Vietnamesen über die Übermacht aus dem Norden. Die tausend Inseln sind die versteinerten Smaragde aus fernen Zeiten. Wir und unzählige andere Boote schipperten durch den Archipel und besuchten eine schöne große Grotte in der Halong Bay – ein sagenhaftes Erlebnis.

Nach einem letzten Tag auf See ging meine Kreuzfahrt in Hong Kong zu Ende. Ich verabschiedete mich von meinem Heim auf Zeit und muss sagen, es war schön an Bord. Ein Monat lang waren hilfreiche Wesen für mich da. Sie machten mein Bett, putzten das Bad und die Kabine, machten meine Wäsche, brachten mir an den Ausflugtagen des Frühstück ans Bett, mixten meine abendlichen Cocktails, boten mir ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm und verwöhnten mich mit leckerem Essen und gutem Service. Ich habe viel für mein Geld bekommen. Danke Charles und Christopher für die schönen Dinner Gespräche. Die lustigen Abende mit Deborah, Terence und Ashley werde ich nicht vergessen. Die interessanten Gespräche mit Angela, Angelika und Herbert aus Wien, Bernd und Heide aus Bremerhaven werden mir in Erinnerung bleiben, wie die Diskussionen mit Michael aus New York, Alice aus Brisbane, und, und, und….

 

Autor: ritastrips

I am a little lady of 63 years and live in a village on Gozo/Malta. I am independent, nosey, optimistic and humorous. I like reading, writing, telling stories and not at least travelling. I will share my experiences on this way to and on Gozo and have fun, when you test my tips.

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