Eine postrevolutionäre Idee – Cuba

Noch schnell nach Cuba bevor die Amis kommen, dass war die Devise im Dezember 2014. Ja ist gibt die Mangelwirtschaft, doch die Kubaner lächeln und tanzen die Probleme weg.

Hallo liebe Daheimgebliebenen, gestern ging es wieder los für die Reise-Rita.
Wenn ihr wissen wollt, wie der Flug war, dann fragt bei den Heringen in der Dose nach, wenn ihr das nächste Mal Lust auf Fisch habt. Eng wie immer ging es mit Air Berlin direkt von München nach Varadero. Nach einer Stunde Fahrt durch die kubanische Nacht erreichte ich meine Unterkunft, das Hotel & Resort Blau Varadero. Einen herzlichen Empfang an der Rezeption und dann endlich im Zimmer, eine Dusche und ins Bett war alles was ich noch wollte nach 12 Stunden Flug und 5 Stunden Warten & Transfer. Um 8:30 weckte mich die Sonne und lockte mich auf den Balkon, wo sich ein traumhafter Blick über die Hotelanlage zum blauen Meer werfen ließ.

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Um halb zehn saß ich im Restaurant und genoss ein ausgiebiges Frühstück.

Wer in spanischen Hotels den Kaffee genieß en durfte, fragt sich wie ich, was die Conquesatoren von ihren Eroberungsfeldzügen mitgebracht haben, sicher nur die Bohnen und nicht die Zubereitungsart. Der Kaffee in Kuba ist nicht nur hervorragend, im Hotel bereitet man ihn auch exzellent zu. Gestern Abend war echt was los. Asien stellte sich auf Kuba kulinarisch vor. Die gewohnte Schärfe habe ich vermisst. Passte wohl nicht zum „internationalen“ Gaumen, Schade! Beim Abendessen fühlte ich mich in die Zeit der sozialistischen Bruderländer zurückversetzt. Ein Dirigent führte sein Service-Orchester geschmeidig und platzierte die Gäste an freie Tische – bitte warten, bis der nächste Tisch frei wird. Echt nett! Danach fand ein kleiner Basar in der Lobby statt, schöne Bilder von Oldtimern, Holzautos und handgemachter Schmuck fanden ihre Liebhaber. Es werden auch revolutionäre Literatur und Musik, sowie die beliebten CHE T-Shirts angeboten. Vor die schöne Salsa Schau setzte das Abendprogramm aber noch die Karaoke Stunde – ich glaube als Strafe für unsozialistisches Verhalten der Gäste aus dem imperialistischen Ausland. Mit Mojito kann man sich das auch schön trinken.

Heute war Strandtag – lesen, planschen und den einen oder anderen Drink, so ging der Tag unaufgeregt vorüber. Morgenfrüh muss ich um 5:30 raus aus dem Bett, um 6:35 kommt der Bus und es geht auf Kuba-Erkundung. Ich melde mich am Samstag wieder, um darüber zu berichten. Ein paar schöne Tage wünsche ich den Daheimgebliebenen.
Zurück von der Karibik-Küste, müde aber sehr zufrieden.
Zwei schöne Tage liegen hinter mir. Auch wenn es am Donnerstag um 6:30 los ging und ich doch recht müde war, die Reisegruppe von 14 Personen plus Reiseleiterin, bestehend aus Deutschland und Frankreich(Elsass), war fröhlich und unternehmungslustig

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unterwegs. Nach einem kurzen Zwischenstopp erreichten wir Santa Clara, die Stadt Ches – ein Mausoleum und ein großes Denkmal überstrahlen die Stadt. In der Grabstätte erwies ich „Il Kommandante“ meine Ehre und wir wurden ausführlich über sein Leben und Tun im Freiheitskampf für Cuba informiert – auch sein frühes Ende bei dem Befreiungsversuch seiner Heimat Bolivien wurde im Revolutionsmuseum dokumentiert. Wir besuchten auch das Monument zum Andenken an den entscheidenden Sieg über die Batista Truppen: die gesprengten Munitionswaggons am Bahnhof in Santa Clara. Che ist ein Beweis für die These, dass Heroen früh sterben müssen um zum Mythos zu werden. Sie müssen sich nicht für Fehl- und Rückschläge der Revolution rechtfertigen. Diese Geschichtsstunde sorgte für richtig gute politische Gespräche unter den TeilnehmerInnen der Reise. Ritas linkes Herz kam wieder zu Kräften.

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Die folgende Fahrt durch das hügelige Inselinnere gab einen schönen Einblick in das Inselleben. Der Wechsel von Dörfern, landwirtschaftlicher Flächen (Zuckerrohr, Bananenplantagen, Citrus Gärten und Weideflächen für Rinder) und dazwischen bis in die Berge hinauf sich ausbreitender Regenwald, ließ die Fahrt nach Trinidad sehr kurzweilig werden. Wir besuchten zuerst das Zentrum, in dem die schön restaurierten Kolonialhäuser und öffentlichen Gebäuden aus dem 19. und 20. Jahrhundert beeindruckten, um danach das altes Stadthaus eines ehemaligen reichen Plantagenbesitzer zu besichtigen, das mit altem Mobiliar und Gerätschaften diese Zeit wieder zum Leben erweckte. Den Tag in Trinidad beendete ein Besuch in einer Bar mit Musik und dem örtlichen Rum-Honig-Zitrone-Getränk, La Canchachara.

Der nächste Stopp führte uns an die Playa Ancon des Karibischen Meers, in das gleichnamige Übernachtungshotel – hier sollten wir lieber den Mantel des Schweigens darüber legen. Gut, Dusche und Bett waren OK, das Abendessen essbar und die Drinks danach inklusive – das Frühstück am nächsten Morgen war eine Katastrophe, alle Reisegruppen standen am Eingang Schlange, das 3. Drittel musste warten bis es wieder Plätze gab, die Auswahl war ok. Einchecken würde ich da nie!
Kurz nach 8 Uhr ging es los in die Berge. Wir besuchten den Regenwald mit den Carburni Wasserfällen. Erst ging es mit dem Bus, dann mit geländegängigen Taxis die Serpentinen hinauf, am Ende führte uns eine Wanderung, deren steile hohen Treppen für mich eine Herausforderung waren, zum Wasserfall, der rund 80 m in die Tiefe fiel. Abgerundet wurde der Abstecher in die Berge durch ein sehr schmackhaftes Mittagessen. Ein lohnenswerter Abstecher!

Der Rückweg nach Varadero wurde noch mit einem Stopp in der Sankt José unterbrochen. Eine sehr schöne Stadt, die neben vielen gut restaurierten Gebäuden des 18. bis frühes 20. Jahrhundert, eine schmucke Einkaufsstraße und ein schönes, altes, kleines Theater beherbergt. Wirklich sehenswert! Um 18 Uhr war ich wieder im Hotel – eine Oase des Luxus im Vergleich zur Unterkunft am Abend zuvor.

Lukullisch gestärkt durch ein Karibisches Mahl und einen kräftigen Caipirina gehe ich jetzt schlafen. Gute Nacht!
Zur Belohnung für die Anstrengungen der Ausflugtage und des Muskelkaters, suchte ich mir nur noch eine Liege im Schatten und ließ der Tag an mir vorbei gehen. Wenn ich mich auch nur von der Liege in die Brandung bewegte, der Geist hatte seine Beschäftigung. Neben dem spannenden Rizzoni & Iles Krimi, den ich zurzeit lese, machte ich Gehirnjogging bei interessanten Gesprächen „in English with native speakers of course“. Das gemischte Publikum hier bietet viele Opfer für mein Sprachtraining – echt super! Für mein gestresstes Kreuz hatte ich klassische 50 Minuten-Massage gebucht, sehr entspannend. Wieder am Pool kam ich gerade rechtzeitig zur Wasserschau des Animation ‘s Ballett. Einfach Klasse, was diese Truppe an Land und im Wasser aufführte – Wasserballett im wahrsten Sinn des Wortes. So, jetzt geh zum Essen – einen schönen Abend Euch allen.
Hallo, einen Sekt und ein paar Caipirina später melde ich mich zurück. Der Abend war sehr unterhaltsam und jetzt melde ich mich bis Montag ab, Rita hat Urlaub!
Hallo ihr Lieben, zwei harte Strandtage sind rum! Nee wirklich, man weiß nicht was schwieriger ist, die Entscheidung zu treffen, gehe ich ins Wasser, drehe ich die Liege in die Sonne oder bleibe ich lieber im Schatten liegen oder täglich nach Ismaning ins Büro zu fahren! Blauer Himmel, 30 Grad im Schatten, leichte Brandung bei 27 Grad Wassertemperatur- es ist super schön hier. Gestern Abend war ich zum Dinner im mexikanischen Restaurant. Aus einer Strandbar vom Mittagsgrill wurde mit der richtigen Beleuchtung, schön eingedeckten Tischen mit Stühlen, die Hussen mit dunkelroten Schleifen, themengerechte Deko und einer Bloody Mary mit Teccia zur Begrüßung der richtige Rahmen für einen schönen Abend. Sehr leckeres Essen, guter Wein und eine stimmige musikalische Untermalung machten aus dem Abendessen ein schönes Erlebnis. Soviel für heute, morgen geht es im 7:30 nach Havanna – mal sehen wie es mir gefällt. Ich habe hier Horrorgeschichten und Lobeshymnen über diese Stadt gehört – ich werde euch meine Sicht der Dinge dann berichten.

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Wunderschön war der Ausflug nach Havanna! Um 7:30 ging es los, mit 15 weiteren Teilnehmern starteten wir in den Tag. Nach einem Zwischenstopp um auf einem Ausblickpunkt die schöne Landschaft zu betrachten, erreichten wir die größte Festung Havannas, wo wir einem Überblick über die Stadt, den Hafen und die Umgebung hatten und die ersten Lektionen über den richtigen Umgang mit Cohiba erhielten. Es ging durch den Tunnel unter dem Hafen hindurch in die Stadt. Eine Stadtrundfahrt bot den ersten Überblick über Cubas Hauptstadt. Vorbei an Gründerzeit Gebäuden, Parkanlagen und die Hafenpromenade ging es zum Rum-Museum. Im Stammhaus von Havanna Club erfuhren wir alles über die Geschichte des Zuckerrohranbaus und seine Verwertung. Über Pressung, Zuckerrohrsaft kochen und Trennung von Zucker und Melasse, dem Grundprodukt zur Rum Produktion, über die Gärung und den Verschnitt des Rums zum Endprodukt, wurden wir ausführlich informiert. Alles gipfelte im ersten Rum um 11:30 dieses Tages. Echt lecker!

Ein ausführlichen Standrundgang durch das alte Havanna führte uns auch in Hemingways Stammlokal, vorbei an vielen Lokalen und Kaffees aus denen Livemusik auf die Straße hinaus erklang, kamen wir zur Bodega de Milon, wo es zur Begrüßung einen Mojito und dann schwarzen Reis mit Bohnen, Rind- und Schweinefleisch, Süßkartoffeln und Gemüse gab.  Es ging weiter durch die Gassen der Altstadt bis zu einem kleinen Hotel, in dem Berühmtheiten aus aller Welt wohnten und die sicher auch das „Raucherzimmer“ besuchten. Wir sahen beim Zigarrendrehen zu und genossen einen alten Rum, einen starken Espresso und eine gepflegte Zigarre – ein Genuss!

Dann kam der angesagte Regen mit Sturm über uns. Wir machten uns wieder auf den Weg zurück nach Varadero. Ein schöner Tag ging in den Wasserfluten unter. Hoffen wir, dass es morgen wieder schön wird. Ich hoffe auf einen letzten Sonnentag am Strand und melde mich dann in Olching wieder – bis dann!
Nach dem Regen kommt Sonne, so auch auf Cuba und ein sonniger Tag zum Abschluss, wenn auch teuer erworben. Rita, die Perfektionistin hat am letzten Tag ihren Abflug verpasst. Merke, die Unterlagen checken ist immer gut! Statt von Varadero sollte ich von Santa Clara fliegen – sorry das war wohl nix! So nahm ich am nächsten Tag den Abendflug nach München – Condor brachte mich durch die Unwetterfronten über dem Atlantik sicher mach Frankfurt. Fünf Stunden später ging es weiter nach München. Endlich zu Hause – meine Mieze erwartete mich sehnlichst. Sie hatte fast so viel zu erzählen wie ich.

Autor: ritastrips

I am a little lady of 63 years and live in a village on Gozo/Malta. I am independent, nosey, optimistic and humorous. I like reading, writing, telling stories and not at least travelling. I will share my experiences on this way to and on Gozo and have fun, when you test my tips.

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